Traumahealing

Der Körper ist der Strand vom Meer des Seins.

Dass es Traumata gibt, ist eine Tatsache des Lebens.
Sie müssen jedoch nicht zur lebenslänglichen Strafe werden.

Da wildlebende Tiere, obwohl sie in der Natur regelmäßig traumatisierende Erfahrungen machen, die natürliche Fähigkeit besitzen, aus dem erstarrten Zustand wieder herauszukommen, kann man annehmen, dass auch wir Menschen über diese instinktive Fähigkeit verfügen. Auf diesem Gedankengang und dieser Erfahrung basiert Levines Therapieansatz. Er versteht posttraumatischen Stress nicht als Krankheit, sondern als reversiblen Zustand.

Im Gegensatz zur allgemein verbreiteten Sicht können Traumata geheilt werden und können auch transformierend wirken .

Traumata zählen zu den wichtigsten Kräften der menschlichen Entwicklung, des psychischen, sozialen und spirituellen Erwachens. Der Umgang mit diesem Phänomen beeinflusst unsere Lebensqualität entscheidend.
In vielen Fällen sind dazu nicht einmal langwierige Therapien, kein schmerzhaftes Reaktivieren von Erinnerungen und keine Dauermedikation erforderlich.

Wir müssen verstehen, dass es weder notwendig noch möglich ist, Ereignisse, die in der Vergangenheit liegen, zu verändern. Alte Traumasymptome sind Beispiele für gebundene Energie und vergessene Lektionen des Lebens.
Die Vergangenheit spielt für uns keine Rolle, wenn wir lernen, in der Gegenwart präsent zu sein.
Jeder Augenblick entfaltet dann sein kreatives Potential.

Mit der Methode des “Trauma-Healing” können Betroffene vermeiden, dass potentiell traumatische Erfahrungen ihre destruktive Wirkung entfalten und besser mit bedrohlichen Situationen umgehen.

In vielen Fällen ist es auch möglich die Symptome älterer Traumata in bereichernde Lebenserfahrungen umzuwandeln.

(Aus “Das Erwachen des Tigers” von Peter A. Levine.)

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